Donauwörther Notenkessel

Gospel und Pop

Archiv - 8. Notenkessel 2004 - Kirchenband Taste'n'go

Bericht aus der Donauwörther Zeitung vom 24.03.2004


"Bei dir komme ich zur Ruhe"

Die Kirchenband "taste'n'go" überzeugt mit Stilvielfalt und christlichen Botschaften

Die Kirchenband taste'n'go in Aktion

Von unserer Mitarbeiterin
Heike Ritzka

Donauwörth
Das dritte Konzert des Donauwörther Notenkessels war ein "Heimspiel" für die Kirchenband "taste'n'go". Sie macht nicht einfach leise oder laute Musik, deutsche oder englische Lieder, Pop oder Modern Gospel - nein, sie bietet Vielfalt total.

Und das Verblüffendste: Die Stimmen und Instrumente der zehn Musiker (und einer ergänzenden Bläsergruppe) sind so variabel einsetzbar, dass der musikalische Spagat gelingt und sie auch allen Stilen gerecht werden. So wurde zum Teil eher brave und damit längst kirchentaugliche christliche Pop-Musik geboten: wie ein BittlingerMedley mit sehr gelungenen Übergängen durch die Band oder das Segenslied "Mit all seinem Segen". Solche Lieder erwartet der Konzertbesucher bei einem christlichen Popkonzert - dennoch wird er bei "taste'n'go" immer wieder überrascht. Nicht nur die Instrumentalisten Willi Weißmüller (Keyboard), Dietmar Steidl (Gitarre), Achim Hensold (Bass) und Bernd Horst (Schlagzeug) setzen immer wieder ganz spezielle Akzente, auch Querflöten (Ulli Schweikardt und Hans-Georg Stapff) und neuerdings auch eine Bläsergruppe (Rolf Winter, Philipp Schönle und Andrea Lutz mit Trompeten, sowie Ilse Kowalke und Sonja Stippler mit Posaunen) werden treffsicher eingesetzt.

Sehr harmonisch klingt der Chor mit Helgard Hanga, Laura Wiedenmann, Judith Kukulus, Ulli Schweikhardt, Oliver Groß und Hans-Georg Stapff. Neben Frontmann Stapff sangen auch Bernd Horst (das von ihm komponierte rockige Stück mit dem nachdenklichen Text "Was ist Zeit?") oder Laura Wiedenmann (die Ballade zum Anlehnen und Ausruhen "Bei dir komme ich zur Ruhe") mehrere Solo-Passagen.

Der Song zum Namen

Das von Hans-Georg Stapff komponierte Lied "taste'n'go" erklärt zugleich den Namen und das Programm der Band. In einem Mix aus einem sehr harmonischen, deutsch-englischen Refrain und Strophen im Rap-Stil heißt es als Motto: "Schmecke (taste) die Freundlichkeit des Herrn!" und ("n") "Gehe (go) hinaus in deine Welt!"

Auf völlig neues Terrain wagte sich die Band mit drei Stücken von Danny Plett, einem Vertreter des Modern Gospel, wobei hier nur die Textaussage an Gospel erinnert: Die Lieder handeln von der Frohen Botschaft des Neuen Testaments, die etwas abgehobene, traumversunken wirkende Musik gibt der Band einen völlig neuen, äußerst interessanten Sound. Besonders gut klang der Zwiegesang von Laura Wiedenmann und Hans-Georg Stapff in "Every wish". Daneben gab es harten Deutschrock, bei dem Bass, E-Gitarre und Schlagzeug dominierten ("Ganz egal" von Pur), aber auch einen ruhigen Gospel von Helmut Jost ("Deep river of love"), der nur vom Keyboard begleitet wurde, und ein verträumtes, wohlklingendes Instrumental zum Meditieren.

Und weil dies immer noch nicht genug Vielfalt war, wurde der "Montuno Cha-Cha" ins Programm aufgenommen. Sechs Bläser, Bass und Schlagzeug zauberten südamerikanische Klänge und swingende Rhythmen in die Christuskirche, die die Zuhörer zum Staunen brachten und eigentlich von den Plätzen hätten reißen müssen. Eine Musikerin verriet, dass dieses Stück "ihre per sönliche Meisterprüfung an ihrem Instrument" gewesen sei. Wenngleich das Publikum während des Konzerts eher zurückhaltend war, belohnte es die Musiker am Ende mit frenetischem Beifall und erhielt dafür gleich mehrere Zugaben.

taste'n'go beim Notenkessel 2004 taste'n'go beim Notenkessel 2004 taste'n'go beim Notenkessel 2004 Bernd Horst (Schlagzeug) und Achim Hensold (Baß)






Die nächsten Termine

Di 07.02.2012 19:30
Start Chorprojekt Matthäus-Passion

Fr 10.02.2012 19:00
Stephanus-Voices

Fr 10.02.2012 19:30
Gospelprojekt Bobingen

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