Donauwörther Notenkessel

Gospel und Pop

Archiv - 8. Notenkessel 2004 - Gospelchor 2004

Bericht aus der Donauwörther Zeitung vom 20.02.2004


Pop und Gospel im Notenkessel

Ab 27. Februar vier Konzerte, Seminar und ein "Mensch-sing-mit-Gottesdienst"

Gospelseminar 2004 - Chorleiter Cyntia Utterbach und Helmut Jost
Cynthia Utterbach und Helmut Jost kommen nach Donauwörth. Sie leiten das Gospelseminar, stellen daraus einen Chor zusammen und wirken bei dessen Konzert mit.    Bild:privat

Donauwörth (hgs).
Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann? Niemand. Im Gegenteil. Wenn in Donauwörth und Umgebung die Plakate mit dem Schattensänger hängen, kommt Freude auf. Denn dann ist wieder Notenkessel-Zeit. 2004 gibt es bereits die achte Auflage mit christlichen Botschaften, verpackt in Pop und Gospel.

Der Organisator, Dekanatskantor Hans-Georg Stapff, wartet auch diesmal wieder mit hochkarätigen Gästen auf.

Zum Beispiel: Helmut Jost. Er ist ein Spitzenmusiker und zugleich Songschreiber und Produzent von über 300 CDs. Ob am Bass, am Keyboard oder am Flügelhorn, Jost ist ein Vollprofi und ein ausdrucksstarker Sänger mit gewaltiger Stimme.

Nach Donauwörth kommt er mit der aus Los Angeles stammenden Sängerin Cynthia Utterbach. Sie kam 1994 durch die Musicalproduktion "Buddy Holly" nach Hamburg. Seitdem hat sie sich durch zahlreiche Auftritte in Clubs, auf Festivals und als Dozentin auf Workshops in ganz Europa einen Namen als Jazzsängerin gemacht. Wie ihre großen Vorbilder Billie Holiday und Ella Fitzgerald fühlt sie sich der klassischen schwarz-amerikanischen Musikkultur verpflichtet: Jazz, Blues Gospel, Back-to-the-roots-music.

Bereits ausgebucht

Jost und Utterbach sind in Donauwörth bereits bekannt. Vor zwei Jahren gastierten sie hier mit großem Erfolg. Diesmal leiten sie das Gospelseminar, das vom 27. Februar bis zum 29. Februar im Gemeindehaus Christuskirche stattfindet. Es ist allerdings bereits ausgebucht und es gibt auch schon eine lange Warteliste.

Wer die beiden Künstler und den aus dem Seminar heraus gebildeten Gospelchor live erleben will, der muss am Sonntag, 29. Februar, um 19 Uhr zum Konzert in die Christuskirche kommen. Da werden von Helmut Jost auch Titel seiner aktuellen Produktion "Lear-ning Gospel" zu hören sein.

Am Samstag, 6. März, um 19 Uhr macht Clemens Bittlinger wieder in der Donauwörther Christuskirche Station. Der Liedermacher und Pfarrer, inzwischen auch dem ZDF-Publikum geläufig, singt seine eigenen, deutschsprachigen Lieder. Wenn er mit seinen Freunden David Plüss am Keyboard und Helmut Kandert an der Percussion auftritt, dann darf man zurecht hellhörig werden. "Hellhörig" heißt denn auch eines der Erfolgsalben des Songwriters aus dem Odenwald. "Liedergalerie" nennt er sein aktuelles Programm, "Ihr sollt ein Segen sein", lautet das brandneue Album.

Der Samstag, 20. März, ist für das 15-jährige Geburtstagskind reserviert: die Kirchenband "taste'n'go" aus Donauwörth. In neuer Besetzung mit Liedern, die Stimmung verbreiten und auch zum Mitsingen einladen. Christliche Popmusik von Danny Plett, Bernd Horst, Heiko Bräuning und anderen ist zuhören, präsentiert von Helgard Hanga und Laura Wiedenmann, Judith Kukulus und Ulli Schweikardt, Hans-Georg Stapff und Oliver Groß (alle Gesang) und Willi Weißmüller (Keyboard), Dietmar Steidl (Gitarre), Achim Hensold (Bass), Bernd Horst (Drums), Ulli Schweikardt und Hans-Georg Stapff (Flöten).

Am Sonntag, 21. März, wird dann ein "Mensch, sing mit-Gottesdienst" gefeiert, der um 11 Uhr beginnen wird.

Am Samstag, 27. März, um 19 Uhr gastiert der Gospelchor Königsbrunn in der Christuskirche. Persönliche Bande bestehen schon länger, da einzelne Mitglieder bereits am Donauwörther Gospelseminar teilnahmen. Der Chor wurde 1995 von Klaus Bormann gegründet und ist Teil der evangelischen Kantorei Königsbrunn. Konzertreisen führten ihn in verschiedene Städte Deutschlands (zum Beispiel nach Rostock und Wolfsburg) und ins europäische Ausland, aber auch Auftritte in Rundfunk und Fernsehen machten den Chor über die Grenzen Schwabens hinaus bekannt. Das Repertoire reicht von traditionellen Spirituals über Gospels bis hin zu neuer englischer Kirchenmusik. Es wurden auch größere Werke mit großer Orchesterbesetzung, wie die "Missa parvulorum Dei" von Ralf Grössler aufgeführt.

Firmen leisten Unterstützung

Hans-Georg Stapff abschließend: "Notenkessel bedeutet auch in diesem Jahr wieder, dass möglichst hohe Qualität geboten wird, bei Eintritt auf Spendenbasis. Die evangelische Kirche wird dabei von vielen Firmen der Region finanziell unterstützt. Es gibt keinen Kartenvorkauf und keine Platzreservierung, aber einen Sekt in den Konzertpausen." Der Organisator erwartet wieder viele Besucherinnen und Besucher aus Donauwörth und der weiten Umgebung.







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