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Bericht aus der Donauwörther Zeitung vom 10.03.2004 |
Rekord beim Gospelseminar
130 Anmeldungen -Konzert zum Abschluss

Das Gospelkonzert unter Leitung von Cynthia Utterbach beschloss das Seminar. Bild:privat
Von unserem Mitarbeiter
Tom Lier
Donauwörth
Für viele ist es das Highlight des Jahres und das Mitmachen ein absolutes Muss:
das Gospelseminar des Donauwörther Notenkessels. Zum fünften Mal fand dieser
Work-shop für Sängerinnen und Sänger im Gemeindehaus der Christuskirche statt
und endete mit einem umjubelten Abschlusskonzert.
Sage und schreibe 130 Anmeldungen von Interessenten aus dem Raum Donauwörth und darüber hinaus nahm Organisator Hans-Georg Stapff entgegen. Eine Resonanz mit Rekordcharakter, die den Kirchenmusiker freut und bestätigt. Den vielen Zuhörern, die die Kirchenbänke der Christuskirche bis auf den letzten Platz füllten, bot ein hundertköpfiger Chor (aus Platzgründen konnten nicht alle 130 Interessenten mitmachen) traditionelle und neuere Gospelmusik unter fachkundiger Leitung von Cynthia Utterbach und Helmut Jost.
Wie schon vor zwei Jahren, als beide schon einmal zu Gast waren, war es die Aufgabe der beiden Profis, aus der Schar der sangesfreudigen Laien einen Gospelchor mit Feeling und vor allem einem kompletten Konzertprogramm zu formen - und das alles in nur knapp drei Tagen. Doch ihnen gelang noch ein Weiteres. Die Motivation und Freude, die der Chor mit auf die Bühne brachte, breitete sich in Kürze auf sein Publikum aus. Dies kann man vor allem als Verdienst der Sängerin Utterbach bezeichnen. Spontan wandte sie sich immer wieder an die Konzertbesucher und übertrug ihnen Liedpassagen und Klatschrhythmen.
Erinnerungen an die Kindheit
Die Ansagen der Sängerin Waren Ausflüge in die Vergangenheit. Sie handelten von ihren Erinnerungen an Kindheit, Sonntagsschule und das Aufwachsen in einer sehr stark von Glauben und Gospel geprägten Umgebung in ihrer amerikanischen Heimat. Aus dieser Zeit stammten Stücke wie "Calvary", mit einer etwas düster-schaurigen Melodie in den Männerstimmen, das bluesige "Everything will be all right", welches der Chor mit gefühlvollem Summen
fast wie auf Samt bettete oder das im Walzerrhythmus wiegende "In the Garden". Flexibel am Piano überzeugte Helmut Jost. Ob sanfte Begleitung beim Jazz-Standard "God bless the Child" oder stampfender Rock bei "The Train", er hatte dafür am Klavier immer die passenden Licks parat. Einige seiner Songs brachte der Komponist mit der kehligen Soulstimme solistisch dar, und in der Funktion als Chorleiter präsentierte er sich zusammen mit dem "Notenkessel-Chor" als eingespieltes Team.
Sein, von den Teilnehmern geschätzter Humor, der dem Wochenende eine entspannte und angenehme Atmosphäre gab, spiegelte sich auch in seinen Übersetzungen der Ansagen von Cynthia Utterbach wieder. Doch ließ auch er den Zuhörer etwas in seine Gedankenwelt blicken und brachte dem Publikum seine Kompositionen näher, erläuterte ihner sein Verständnis von Gott, Glaube und Kirche. Mit viel Engagement und Hingabe übernahmen immer wieder Chorsängerinnen und Chorsänger Solopassagen im Konzertrepertoire, und der junge Schlagzeuger Christiar Stapff gab bei einigen der Lieder des Abends noch zusätzlich eine Portion Groove dazu. Eine lebhafte Verkündigung der frohen Botschaft, ein großartiges Erlebnis von Gemeinschaft im Chor und ein Publikum, das durch ein abwechslungsreiches und professionell dargebotenes Programm voll auf seine Koster kam, so lautet das Resümee dieses Gospelwochenendes. Für so manchen der Aktiven als auch der Zuhörer stand am Ende dieses Ereignisses schon fest, das nächstes Jahr wieder (manche nahmen bereits an allen fünf Seminaren teil) dabei zu sein.
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