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Bericht aus der Donauwörther Zeitung vom 13.03.2001 |

Der Crescendo-Chor unter Leitung von Maria Steffek. Im Wechsel mit dem Chor
"Briganori" trat er in der Christuskirche beim Notenkessel auf.
Ein neues Halleluja
Notenkessel mit Chören: "Briganori" und "Crescendo"
Von unserer Mitarbeiterin
Barbara Merz
Donauwörth
Meditativ bis rockig, manchmal ein Fingerschnippen und ein Lächeln
hervorzaubernd, aber jedenfalls immer spannend und anrührend. So könnte
eine plakative Zusammenfassung des "Notenkessel"-Konzerts der einheimischen
Chöre Briganori aus Rain und Crescendo aus Donauwörth und Umgebung lauten.
Zwei sehr unterschiedliche Ensembles gaben sich in der Christuskirche die Ehre. Da war zum einen der von Konrad Ehlich geleitete, 20-köpfige Briganori-Chor, der sich ganz der Musik der Schwarzen verschrieben hat, zum anderen der Crescendo- Chor von Maria Steffek, der sich ganz auf die Kompositionen von Tom Lier beschränkte. Heraus kam ein überaus abwechslungsreicher Abend, der bestimmt für viele Geschmäcker etwas bot, ohne aber etwa konzeptionslos zu sein.
Briganori spannte den ogen zwischen Klassikern wie "Rock my soul" über Freiheitssongs aus Südafrika bis hin zu bekannter Popmusik ("Yesterday" und "Hail Holy Queen"). Rein a capella und durchwegs auswendig gesungen zog das Ensemble das altersmäßig bunt gemischte Publikum schnell in seinen Bann. Die ausgefeilte Darbietung, die große musikalische Präzision, die klangliche Geschlossenheit und vor allem die spürbare Begeisterung ließen aufhorchen und über gelegentliche kleine Unsauberkeiten hinwegsehen.
Begeisterung ist sicher auch für den Crescendo- Chor ein völlig zutreffender Begriff, ebenso wie die von den vielen jugendlichen Stimmen geprägte chorische Klangkultur. Bis an die Grenzen loteten die stilistisch sehr unterschiedlich angelegten Kompositionen von Tom Lier die Fähigkeiten des Chors aus, gelegentlich dezent ergänzt durch unterschiedliche Instrumentalbegleitungen (in diesem Zusammenhang gebührt auch der stets zurückhaltenden technischen Unterstützung von Michael Wanke ein Lob).
Ein Stoßgebet
Rhythmisch interessant war da zum Beispiel das Eingangsstück "Ein neues Halleluja", während das Stoßgebet "Save me" mit dem Komponisten als Frontman an Blues denken ließ. Überaus abwechslungsreich und inhaltlich gewichtig auch die Texte, unter denen sich sogar ein Gedicht von Hermann Hesse befand.
Publikumsaktivierung wurde zu Beginn des zweiten Teils betrieben, als Konrad Ehlich sympathisch den Song "Heaven is a wonderful place" einstudierte. Und natürlich durfte auch ein von beiden Chören gemeinsam gesungenes Stück nicht fehlen. Die Zugabe verschaffte den SängerInnen mit ihrer kleinen Band die Gelegenheit, sich mit "Oh happy day" von den zufriedenen Zuhörern zu verabschieden.
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